FAQ: Schematherapie
Was wird in der Schematherapie behandelt?
Schematherapie eignet sich besonders für tief verwurzelte Muster wie chronische Selbstkritik, Angst vor Ablehnung, Schwierigkeiten beim Setzen von Grenzen, Erschöpfung durch Überanpassung, depressive Verstimmungen sowie Beziehungsprobleme. Sie wird auch erfolgreich bei Persönlichkeitsstörungen und Angststörungen eingesetzt.
Wie lange dauert eine Schematherapie?
Das hängt stark von der Person und den Themen ab. Erste spürbare Veränderungen erleben viele bereits nach einigen Wochen. Eine tiefgreifende Arbeit mit lang bestehenden Schemas erstreckt sich häufig über mehrere Monate bis hin zu einem Jahr oder länger. Schematherapie ist keine Kurzzeitmethode, dafür aber eine mit nachhaltigem Effekt.
Es ist allerdings auch möglich für Menschen, die sich in der Tiefe besser kennenlernen und ihre eigenen Mechanismen besser verstehen möchten, eine gemeinsame Erstellung des sogenannten Persönlichkeitsprofils zumachen.
Das dauert in der Regel 2-3 Sitzungen.
Danach können Menschen, die sich selber gut reflektieren können und keine tiefen Traumata haben, auch eigenständig mit diesem neuen Verständnis Veränderungen herbei führen.
Ist Schematherapie wissenschaftlich anerkannt?
Ja. Schematherapie ist eine gut erforschte Methode mit einer soliden wissenschaftlichen Basis. Zahlreiche Studien belegen ihre Wirksamkeit, insbesondere bei Persönlichkeitsstörungen, chronischen Depressionen und anderen tief verwurzelten psychischen Mustern.
Was sind Schemas und woher kommen sie?
Schemas sind tief verankerte Muster aus Überzeugungen, Gefühlen und Körperempfindungen, die sich in der Kindheit oder Jugend gebildet haben, wenn grundlegende emotionale Bedürfnisse nicht ausreichend erfüllt wurden. Sie laufen häufig unbewusst ab und beeinflussen trotzdem das gesamte Erleben und Verhalten im Erwachsenenleben.
Kann Schematherapie auch online stattfinden?
Ja. Schematherapeutische Arbeit ist auch per Videocall möglich und wirksam. Bei Iris Raspini können alle Sitzungen online durchgeführt werden, sodass eine Begleitung unabhängig von deinem Wohnort möglich ist.
Wie unterscheidet sich Schematherapie von klassischer Verhaltenstherapie?
Klassische Verhaltenstherapie arbeitet stark auf der Ebene von Gedanken und Verhaltensmustern im Hier und Jetzt. Schematherapie geht tiefer und bezieht die Entstehungsgeschichte von Mustern, emotionale Erfahrungen und die therapeutische Beziehung aktiv mit ein. Sie ist damit besonders geeignet, wenn Verhaltenstherapie allein nicht ausreichend gewirkt hat.
Für wen ist Schematherapie nicht geeignet?
In akuten Krisen, bei schweren psychotischen Erkrankungen oder bei akuter Suizidalität ist Schematherapie in der Regel nicht die erste Wahl. In diesen Situationen ist zunächst akute psychiatrische oder kriseninterventive Unterstützung notwendig. In allen anderen Fällen lohnt sich ein Erstgespräch, um gemeinsam zu klären, ob Schematherapie der richtige Rahmen ist.
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